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Waschmaschinen-Varianten

Frontlader (Frontloader)

Frontlader sind in der Regel an dem Bullauge an der Front zu erkennen, das geöffnet werden kann, um die Wäsche be- und entladen zu können. Dabei ist also während des Waschvorgangs eine Sicht auf die Wäsche erlaubt. Einige wenige Frontlader verzichteten auch auf das Bullauge, statt dessen waren sie mit einer meist weißen Fronttür teilweise in Größe der gesamten Front unterhalb der Bedieneinheit ausgestattet. Nicht bei allen Frontladern kann die Dachplatte komplett als Abstellfläche genutzt werden, wenn hier zum Beispiel die Öffnung zum Waschmittelfach untergebracht ist. Bei anderen Geräten dient eine Schublade an der oberen Bedienfront als Zugang zum Waschmittelfach. Ein anderes Problem bei der Nutzung der oberen Abdeckplatte als Abstellfläche ist das Rütteln und Schütteln der Maschine beim Schleudern. Auch wenn moderne Geräte mittlerweile trotz hoher Drehzahlen äußerst ruhig laufen und nicht mehr, wie man es israelischen Waschmaschinen nachsagt, durch die Wohnung wandern (Ephraim Kishon), so bleibt die Maschine dennoch nicht vollkommen still. Idealerweise kann man Frontlader, die komplett von vorn zu bedienen sind (auch Waschmittelfach und Flusensieb), unter einer Arbeitsplatte aufstellen. Grundsätzlich ist den Frontladern in Standardgröße das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu attestieren, schon allein aufgrund der großen Verbreitung und des hohen technischen Reifegrades.
Frontlader sind unterbaufähig und lassen sich somit ähnlich wie Kühlschränke in bestehende Küchenfronten integrieren. Oft wird dazu ein spezielles Unterbaublech angeboten. Die Gerätehöhe reduziert sich dann in der Regel auf 82 cm.

Toplader (auch Toploader)

In der Anfangszeit der Waschvollautomaten zeichneten sich Toplader oft durch eine solidere Konstruktion aus als die Frontlader, da bei ihnen die Waschtrommel nicht nur an der Motorseite aufgehängt ist, sondern auch an der gegenüberliegenden Seite. Dadurch war die Trommel solider gelagert. Auch bestand bei Frontladern das Risiko, dass Wasser auslief, wenn die vordere Fensterdichtung porös wurde. Dieses Risiko wurde bei den Frontladern inzwischen durch bessere Dichtungen minimiert. Auch die Aufhängung ist solide genug. Ferner sind moderne Maschinen besser ausgewuchtet und verfügen über eine Sicherheitswarnung bei Unwucht.
Toplader werden von oben bedient. Nach wie vor werden Toplader häufig dort verwendet, wo es Stellprobleme gibt, da sich bei ihnen Bautiefe und Breite leichter variieren lassen. Die Bedienung unterscheidet sich wesentlich vom Frontlader. Dazu öffnet man den Deckel der Waschmaschine. Darunter befindet sich die Trommel, die über zwei mit einem Verschluss verbundene Klappen zugänglich ist. Während man sich bei der Bedienung des Frontladers sowohl beim Einfüllen der Wäsche als auch bei der Herausnahme bücken muss oder sogar in die Hocke geht, kann man beim Toplader die Wäsche bequem in die Trommel fallen lassen. Bei der Herausnahme sind vor allem kleine Wäschestücke oft tief unten in der Trommel. Beim Toplader muss die Deckplatte des Gerätes freigehalten werden, beim Frontlader die Stellfläche vor der Maschine, die allerdings beim Toplader auch eine ausreichende Standfläche für die bedienende Person bieten sollte.

Waschtrockner

Waschprogramm Mit dem Begriff Waschtrockner werden Kombigeräte bezeichnet, die Waschmaschine und Wäschetrockner in sich vereinen. Obwohl sie formal scheinbar ideale Geräte vor allem bei beengtem Raum sind, zeichnen sie sich doch durch negative Aspekte aus, die in der Regel getrennte Geräte (Waschmaschine und Wäschetrockner) bevorzugen lassen. Das Problem ist, dass Wäsche während des Waschvorgangs vollkommen durchnässt wird und beim Trocknen deutlich mehr Volumen braucht. Normalerweise braucht dann fünf Kilogramm Schmutzwäsche einen Waschvorgang und zwei Durchgänge für das Trocknen. Nach dem Waschen muss also die Hälfte der Wäsche aus der Maschine genommen werden. Mittlerweile hat die Industrie auch dafür eine Lösung gefunden: Der Trocknungsvorgang wird deutlich verlängert. Nun muss zwar die Wäsche nicht nach dem Waschvorgang zur Hälfte zwischengelagert werden, dafür dehnt sich die ganze Prozedur auf fünf bis sechs Stunden aus. Weiterhin wird hier das Frischwasser zum Abführen der Feuchtigkeit genutzt (Kondenstrockner), was den Wasserbedarf erhöht. Die Betriebskosten des Waschtrockners liegen dabei deutlich über denen einer getrennten Kombination, die zudem auch noch parallel arbeiten könnte.