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Kauftipps und Übersicht zu Waschmaschinen

Waschmaschinen werden von einer Reihe von Herstellern produziert. Dabei sind einige große Namen in den letzten Jahren von der Bildfläche verschwunden oder wurden von anderen Firmen aufgekauft. Hinter dem Namen steht dann oft ein anderes Produkt.

Zu den Firmen mit umfangreichen Programmen an Waschmaschinen gehören AEG (mit Electrolux und Zander), Bauknecht, Bosch, Candy Hoover, Merloni (mit EFS, EBD und Foron), Gorenje, Privileg-Quelle (mit Matura), Siemens, Samsung und natürlich Miele.
AEG führt seit vielen Jahren den Produktnamen Lavamat bzw. Öko-Lavamat und bietet Geräte ab etwa 300 bis rund 1000 Euro an. In etwa gehören Bauknecht (mit Serien wie WA Care, WA Pure und WA Sensitive), Bosch (zum Beispiel WAE, WAS und WAA; WOT steht für Toplader) und Siemens (WM, WS) in dieselbe Leistungskategorie und decken den Markt der teureren Einstiegsmodelle sowie der Mittelklasse bis zur gehobenen Mittelklasse ab.

Unter dem Dach der italienischen Firma Merloni ist auch EFS zu finden. Dazu gehören die Hersteller EBD und Foron. Damit decken die Italiener ein sehr breit gefächertes Programm ab, das bereits bei günstigen Einsteigertypen beginnt. Damit hat Merloni in ganz Europa großen Erfolg. Auch Privileg-Quelle präsentiert sich mit einem vielschichtigen Programm, bei dem bereits preiswerte Modelle deutlich unter 300 Euro zu haben sind. Zur Topklasse unter den Waschmaschinen-Herstellern gehört eindeutig Miele. Miele-Gerätebezeichnungen fangen grundsätzlich mit einem W an und führen die Zusatzbezeichnungen Novotronic oder Softtronic. Über die Hälfte des Miele-Waschmaschinenprogramms für private Haushalte liegt preislich deutlich über der Konkurrenz. Die höheren Preise werden sowohl vom Hersteller als auch vom Kunden seit vielen Jahren mit der besseren Qualität und der fortschrittlichen Technik begründet.
WäschetrommelDer überwiegende Bereich der Angebote siedelt sich in der Preislage zwischen rund 300 und 700 Euro an. Häufig bieten die Hersteller zwei oder drei relative baugleiche Geräte mit unterschiedlichen Schleuder-Höchstdrehzahlen an. Für die Qualitätsklassen hat man sich ein System überlegt, das – ähnlich der Einstufung der Energieeffizienz – für Waschwirkung und Schleuderwirkung Buchstaben vergibt, wobei der Buchstabe A für den besten Wert steht. Waschmaschinen mit einer Waschwirkung der Klasse A fangen preislich bei etwa 300 Euro an. Darunter wird oft nur die Einstufung B erreicht. Bei der Schleuderwirkung ist erkennbar, dass eine Höchstdrehzahl von 800 Touren nur für die Klasse D reicht. 1000 bis 1100 Umdrehungen werden in der Regel mit der Stufe C bewertet. Erreicht das Schleuderprogramm 1200 bis 1400 Umdrehungen, so steht die Einstufung B an. Um auf die höchste Stufe A zu kommen, sind schon mindestens 1600 Touren notwendig. Topmaschinen kommen auch auf 1800 Touren. Es besteht daher ein sichtbarer Zusammenhang zwischen der Schleuderdrehzahl und dem erfolgreichen Entfernen von Feuchtigkeit und Waschmittel aus der Kleidung. Entsprechend dauert der Trocknungsvorgang nicht so lang. Dies gilt sowohl für das Aufhängen der Kleidung als auch für die Verwendung eines elektrischen Wäschetrockners. Wer also 50 oder 100 Euro mehr für die höhere Schleuderdrehzahl investiert, spart vermutlich beim Trocknen Zeit und Geld.

Kauftipps

Ein ziemlich allgemeingültiger, aber deshalb nicht weniger sinnvoller Kauftipp, geht dahin, den eigenen Bedarf zu erkunden, bevor eine größere Investition getätigt wird. Die Überlegungen zum Bedarf sollten dabei sowohl die Platzverhältnisse als auch das Waschvolumen betreffen. Des Weiteren sind natürlich auch Energieverbrauch und Bedienkomfort von Bedeutung. Langzeit-Verbrauchsrechnungen zeigen immer wieder, dass manch ein Gerät, das in der Anschaffung teurer ist, sich bereits nach kurzer Zeit amortisiert, da es sparsamer mit Wasser und Strom umgeht.
Der Zusammenhang zwischen Schleuderdrehzahl und Entfernen von Feuchtigkeit und Waschmittel aus der Kleidung wurde bereits erläutert. Wer diesbezüglich auf die Höchstdrehzahl achtet, sollte nicht vergessen, dass für empfindliche Kleidung niedrigere Schleuderdrehzahlen angesagt sind. Deshalb macht es Sinn, darauf zu achten, dass die Drehzahl entsprechend geregelt werden kann oder mittels der jeweiligen Sonderprogramme angepasst wird.
Die Anschaffungs- und Energiekosten sollten auf einen Zeitraum von fünf und/oder zehn Jahren hochgerechnet werden. Es spricht viel dafür, nicht jedes Jahr auf ein neues Gerät umzusteigen, sondern sich für einen längeren Zeitraum ein besseres Gerät anzuschaffen.