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Bedienung und Technik

Programme

Die meisten Entwicklungen im Bereich der Waschmaschinen beziehen sich auf den Bedienkomfort und die Reduzierung des Energieverbrauchs (Wasser, Strom). Hierbei geht es vor allem um die Programme und Sonderprogramme, die einen bestimmten der jeweiligen Art der Wäsche entsprechenden Wasch- und Schleuderablauf initiieren. Vom Grundprinzip her gibt es zwei Waschprogramme: Vor- und Hauptwäsche. Am Ende beider Waschgänge wird die Wäsche gespült, nach der Vorwäsche kurz geschleudert und die Lauge abgepumpt. Das Hauptwaschprogramm schließt mit Dauerschleudern bei Höchstdrehzahlen und Abpumpen ab.
Weitere Waschprogramme sind dafür geeignet, den Waschvorgang auf die speziellen Bedürfnisse der jeweilige Stoffe abzustimmen, zum Beispiel „Wolle“ oder „Feinwäsche“. Mittlerweile zeichnen sich die teuren Waschmaschinen vor allem dadurch aus, dass sie eine ganze Reihe von Waschprogrammen anbieten, etwa „Oberhemden“, „Jeans“ oder „Outdoor“, wobei jeder Hersteller zum Teil eigene Waschprogramme und Bezeichnungen verwendet. Bei diesen Sonderprogrammen stellt die Steuerung selbständig die optimale Reihenfolge von Wasch-, Spül- und Schleudervorgängen ein und legt auch die Wassertemperatur sowie die Schleuderhöchstdrehzahl fest. Idealerweise kann der Kunde also eine bestimmte Art Wäsche einfüllen, das dazugehörige Programm einstellen und die Maschine macht alles selbständig.
Moderne Waschmaschinen melden sich oft mit Pieptönen, wenn das Programm abgelaufen ist. Zum Teil wird auch die noch benötigte Restzeit angezeigt. Bei einigen Waschmaschinen lassen sich mittels Zeitschaltuhr auch günstigere Stromtarife nutzen.
Zusätzlich können weitere Funktionen ergänzend zu den Waschprogrammen geschaltet werden. Dazu gehören zum Beispiel Temperaturbeschränkungen, Extraspülgänge oder die Öko-Funktion, wenn die Wäsche nur wenig verschmutzt ist. Die Auswirkungen der Öko-Taste sind allerdings bei einigen Herstellern unterschiedlich und sollten entsprechend in der Anleitung nachgelesen werden.
Grundsätzlich stellen die Waschsonderprogramme einen höheren Bedienkomfort dar. Empfehlenswert ist aber, wenn die Steuerung auch manuell bedient werden kann. Dies bedeutet, dass wahlweise Vor- und Hauptwäsche, nur Hauptwäsche und nur Spülen/Schleudern geschaltet wird und die Temperatur unabhängig von den Programmen geregelt werden kann. Wenn dagegen die Wassertemperatur fest mit den Waschprogrammen verknüpft ist, kann zum Beispiel nicht konkret auf den Verschmutzungsgrad der Wäsche eingegangen werden. Erfahrene Hausfrauen und -männer wissen, dass es oft einer längeren Eingewöhnungszeit mit einer neuen Maschine bedarf, um die Waschergebnisse zu verbessern, während gleichzeitig der Energiebedarf reduziert wird. Waschmaschinen mit ausgefeilten und umfangreichen Sonderprogrammen lassen sich durch die eigene Erfahrung oftmals weniger erfolgreich optimieren. Aber auch hier kann durch Übung einiges verbessert werden.

Bedienung

ProgrammwahlschalterSehr verbreitet ist der Programmwahlschalter. Dabei handelt es sich um einen Drehschalter. Man stellt ihn etwa auf das Programm Vorwäsche. Dann beginnt die Steuerung den Waschvorgang. Der Drehschalter dreht sich über die Stationen Vorwäsche, Hauptwäsche, Spülen, Schleudern und Abpumpen weiter. Wird etwa auf die Vorwäsche verzichtet, so kann der Programmschalter direkt auf den Schaltpunkt Hauptwäsche gedreht werden. Dann beginnt das Programm an dieser Stelle. Wurde die Wäsche nicht ausreichend geschleudert, so kann der Schalter nach Beendigung des Waschganges noch mal auf die Position Schleudern gestellt werden. Damit überspringt man einen erneuten Waschvorgang, es wird kein Wasser in die Trommel gepumpt. Stattdessen wird erneut geschleudert.
Sonderprogramme und Zusatzfunktionen wie „Öko“ oder „Spar“ oder „Extraspülen“ lassen sich über Tasten zusätzlich einschalten. Bei einigen Geräten zeigen digitale Uhren oder LED-Ketten an, wie lange der Waschvorgang noch dauert.
Die Bedienelemente sind nicht bei allen Modellen einheitlich. Man sollte sich daher mit der individuellen Bedienung vertraut machen. Waschpulver (für Vor- und Hauptwäsche) und Weichspüler werden meist in drei getrennte Fächer eingefüllt, von wo aus je nach Programmablauf die Reinigungsmittel mit Wasser angespült werden.

Flottenverhältnis

Das Flottenverhältnis drückt die Menge Wasser aus, die pro Kilogramm Wäsche benötigt wird. Als Ideal gilt dabei in etwa ein Verbrauch von fünf Litern Wasser für ein Kilogramm Wäsche.

Luftfalle

Mit der Luftfalle, auch Dom genannt, wird der Wasserstand in der Maschine (auch bei Geschirrspülern) gemessen. Die Bauform entspricht in etwa einer Dose, die an der Unterseite mittels eines Schlauches mit großem Durchmesser mit dem Wassernetz der Trommel verbunden ist. An der Oberseite ist ein sehr dünner Schlauch angebracht. Steigt nun das Wasser in der Luftfalle – adäquat zum Wasserstand in der Trommel – so wird der Luftdruck erhöht und die Luft strömt durch den oberen Schlauch zu einem Drucksensor, der dabei den Wasserstand misst und die Information an die Steuerung der Maschine weitergibt. Nach wie vor stellt die Luftfalle eine Stelle dar, die auf Dauer durch Ablagerungen stark verunreinigt werden kann.

Mengenautomatik

Ein wesentlicher Beitrag zur Reduzierung des Energieverbrauchs ist die Mengenautomatik. Die Waschmaschine erkennt die Wäschemenge und reduziert entsprechend den Verbrauch von Wasser und verkürzt auch gegebenenfalls den Waschvorgang. Bei Waschmaschinen ohne Mengenautomatik wird auch bei geringerer Füllung immer das volle Programm gefahren. Es ist aber nach wie vor am besten, die Kapazität der Waschtrommel auszunutzen, da trotz Mengenautomatik bei halber Waschladung mehr als die Hälfte Wasser und Strom verbraucht werden.

Wasserhärtegrad

Der Wasserhärtegrad bestimmt wesentlich die Menge des zu verwendenden Waschpulvers und ob ggf. sogar Wasserenthärter verwendet werden sollte. Der Wasserhärtegrad kann beim örtlichen Versorger erfragt werden.

Flusensieb

Beim Abpumpen des Waschwassers wird dieses durch das Flusensieb getrieben, das gröberen Dreck und die durch den Waschvorgang abgeriebenen Stoffflusen abfängt. In regelmäßigen Abständen sollte das Sieb gereinigt werden. Dazu ist es sinnvoll, schon beim Kauf darauf zu achten, ob das Flusensieb bei der geplanten Aufstellung leicht zugänglich ist.

Aquastop

Der Aquastop ist seit vielen Jahren Standard. Bei Undichtigkeiten in den Wasserleitungen wird das Gerät abgeschaltet, um größere Schäden zu vermeiden. Bei Geräten mit Aquastop wie Waschmaschinen und Geschirrspüler kommt es öfter vor, dass ein technisches Problem, das scheinbar die Maschine betrifft, eigentlich auf einen defekten Aquastop zurückzuführen ist. Wird kein Frischwasser angesogen, sind aber bei Betrieb Pumpengeräusche zu hören, so kann dies an der defekten Zuleitung liegen, die das Ansaugen von Frischwasser unterbindet. Auch kommt es vor, dass ein Mechaniker gerufen wird, weil man nach dem Urlaub vergessen hat, den Frischwasserhahn wieder aufzudrehen. Häufiges Ansaugen, ohne dass Wasser gepumpt wird, kann auch zur Überhitzung der Pumpe führen. Allgemein gilt bei Geräten, die am Stromnetz angeschlossen, also mit 220 Volt betrieben werden: Reparaturen gehören in kundige Hände. Dies gilt um so mehr bei Waschmaschinen, wo Feuchtigkeit bzw. Wasser und Strom zusammenkommen.